Comeniusfahrt nach Abano Terme 16.-19.05.2015

Gleich vorweg das Erfreulichste: L. kam diesmal ohne Schäden an seiner Elektronikausrüstung davon!

Aber der Reihe nach: Am Samstag, den 16. Mai ging's am Düsseldorfer Flughafen los: 9 Comenius-Projektgruppen-Schülerinnen, 6 Schüler, Frau Mechmann, die Projektleiterin, und Herr Duensing bestiegen den Germanwings Airbus nach Venedig. Wir staunten über die Fülle im italienischen Flughafen - unzählige Kreuzfahrttouristen wurden zu ihren Schiffen gekarrt. Wir freuten uns über unsere Großraumtaxis, die uns zwar halsbrecherisch, aber bequem bis vor's Hotel in Padova brachten, in dem auch die Franzosen mit 20 Schüler/innen und die ungarische Gruppe mit 10 Schüler/innen übernachteten.

Keine Zeit zum Ausruhen - wie sich überhaupt während des gesamten Aufenthalts der Zeitplan als atemlos herausstellen sollte - unsere italienischen Freunde wollten uns sooo viel zeigen. Als erstes der botanische Garten mit "La Palma di Goethe", 1786 zu Ehren des ollen Dichters bei seinem Besuch gepflanzt. Dann kleiner Stadtbummel zum Bus nach Abano Terme, dem Kurort und Sitz unserer Partnerschule. In der Stadthalle, einem großen Zelt (!) gab's Abendessen und das Schulfest zum 40. Geburtstag der Schule "Istituto di Istruzione Superiore Leon Battista Alberti".

Der "field trip" nach Chioggia und Umgebung stand Sonntag auf dem Programm. Wir trafen unterwegs den Bus mit den italienischen Schülern, aber fuhren nicht lang zusammen - plötzlich waren sie weg: Polizeikontrolle und Protokoll, nicht wegen eventueller Drogen an Bord, sondern wegen fehlender Gurte! Also mussten wir im Cafe in Chioggia 45 min auf Bus2 warten - der Zeitplan platzte. Chioggia überraschte uns mit wunderschönen Kanälen und Lagunenblicken. Weiter ging's hungrig zum Badeort Rosolina Mare an der Adria. Gestärkt durch Pizzen tummelten sich alle bei 30° am Strand, im Meer oder beim Beachvolleyball - leider viel zu kurz, da es wieder weiter in die nahe Naturoase ging. Dort erwartete uns ein 3 km Öko-Rundgang mit Öko-Führung und gräßlichen Öko-Mücken. Müde und hungrig labten wir uns abends bei Snacks und Getränken im Freien auf einem schönen Altstadtplatz in Padova.

Wer gedacht hatte, dass war genug der action, sah sich am Montag schwer getäuscht. 6:15 Frühstück, 6:45 Abfahrt mit Bus nach Milano, 11:00 Anstehen in der Schlange von Tausenden von Schülern vor der EXPO 2015 - der Weltausstellung "Feeding the planet, energy for life" passend zum Projektthema. Gigantische Anlage und faszinierende Pavillons, sehr voll, sehr heiß, sehr beeindruckend, sehr anstrengend. Glücklicherweise bestanden unsere Leiter nicht darauf, mit der ganzen Gruppe (mit allen Italienern ca. 100 Leute) durch die Pavillons zu laufen, so konnte sich jeder das Interessanteste aussuchen. Bei der Rückfahrt um 18:00 war es entsprechend ruhig im Bus, nur leises Schnarchen war zu vernehmen. Hungrig versuchten wir, noch etwas zu Essen zu bekommen, aber Padua ist nicht Moers, diverse Buden, ja sogar McD waren schon zu. Ein paar Schüler investierten ordentlich für Restaurantessen und meldeten sich dienstbeflissen danach nachts im Hotel eindringlich bei den schon tief schlafenden Lehrern zurück. Bravo!

Am Abfahrtstag sollte doch noch etwas Projektarbeit in der Schule stattfinden. Na ja, viel kam nicht dabei rum, die Franzosen verpassten morgens den Bus, Dateien mussten gesucht werden, ein richtiger Arbeitsplan existierte nicht, die Menüs der Programme der PCs waren auf Italienisch. Dafür war der Abschied und damit das Ende des Comeniusprojekts intensiv und herzlich. Wir hoffen, dass wir noch lange mit unseren neu gewonnenen Freunden zumindest elektronisch Kontakt halten werden! | Die Projektgruppe, Mai 2015