Teilname des Debating Clubs am Jugendforum des Europäischen Parlaments im Düsseldorfer Landtag

Am Montag den 6. März haben die Schülerinnen und Schüler des Debating Clubs beim Jugendforum des Europäschen Parlaments im Düsseldorfer Landtag teilgenommen.
In einem Vorbereitungstreffen konnten sich die Schülerinnen und Schüler bereits durch den Besuch eines Referenten mit den Aufgabenfeldern des Europäischen Parlaments und den Themenfeldern vertraut machen. Mit der Fragestellung „Alles geregelt in Europa?" stellte das Forum die Verbraucherrechte im europäischen Binnenmarkt in den Mittelpunkt der Veranstaltung.
Hierbei haben sich die Schülerinnen und Schüler, die aus sechs Schulen in NRW angereist waren, mit drei Themenfeldern auseinandergesetzt: Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsschutz, Digitaler Binnenmarkt sowie nachhaltiger Umweltschutz. Im Rahmen von Arbeitsgruppen wurden Vorschläge entwickelt, diskutiert und in einer späteren Plenumssitzung vorgestellt.
Eröffnet hat das Jugendforum, das vom Informationsbüro des Europaparlaments initiiert wurde, die Präsidentin des Landtages, Carina Gödecke. Sie appellierte in eindringlichen Worten an den Leitgedanken der Europäischen Union: Europa sei ein Friedensprojekt, für das jedoch der Einsatz aller Menschen nötig sei.
Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler im Plenarsaal des Landtages Gelegenheit Abgeordnete des Europäischen Parlaments und des Landtags Nordrhein- Westfalen Fragen zu stellen. Schüler unserer Schule wollten beispielsweise wissen, was die Politiker heute ändern würden, wenn sie die Macht dazu hätten. Für den Europa Abgeordneten Fabio de Masi (Vertreter der Linken) sei dies Frieden in Syrien und gute Arbeit für alle Deutschen.

 

Der Grünen Abgeordneten Hans Christian Markert wurde gefragt, ob er machtlos sei was die Gefahren der belgischen Atomreaktoren angehe. Markert vertrat die Ansicht, dass diese Gefahr letztendlich nur durch einen europäischen Energieverbund zu lösen sei. Eine andere Schülerin aus unserer Schüler wollte von allen Politikern wissen, ob sie Angst vor Populisten hätten. Hierbei waren sich alle einig, dass Angst ein schlechter Ratgeber sei und man nach den Ursachen forschen und die Populisten inhaltlich stellen müsse, z.B. durch Podiumsdiskussionen. Sehr unterschiedliche Einstellungen und Meinungen vertraten die Politiker dann zum Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA).
In den darauf folgenden Ausschüssen konnten die Schülerinnen und Schüler dann selber aktiv werden und eigene Vorschläge zur Verbraucherpolitik machen, die in einer späteren Plenumsdiskussion vorgestellt und zur Abstimmung gebracht wurden. Hierbei sprach sich das Jugendforum unter anderem für ein komplettes Verbot von Plastiktüten sowie die Einführung eines einheitlichen EU-weiten Gesundheitssiegels aus. Auch stieß der Vorschlag Lebensmittel mit einem zusätzlichen Verfallsdatum zu ergänzen auf Zustimmung, da man hierdurch den Verpackungsmüll und die Verschwendung von Lebensmitteln bekämpfen würde.
Die Schülerinnen und Schüler hatten einen sehr aufschlussreichen Tag im Landtag und fanden ganz besonders interessant, dass sie unterschiedliche Politiker so viele persönliche Fragen stellen konnten, so dass sie das Bild von Politik und Politikern nun noch etwas differenzierter sehen. | Ulla Adenheuer