Erziehungswissenschaften / Pädagogik

 

Pädagogik

kann in der Oberstufe als neues Fach gewählt werden.

 

Das Fach Pädagogik wird am GREM seit 1978 angeboten und erfreut sich kontinuierlich einer hohen Nachfrage seitens der Schülerinnen und Schüler. Es wird zur Zeit dreistündig im Grundkurs der Oberstufe angeboten, kann als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden und ist dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zugeordnet.

 

Pädagogikunterricht bietet einen hohen Lebensweltbezug: man kann lernen, wie sich die Entwicklung von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter vollzieht, dass Entwicklung und Identität nicht immer leicht zu verstehen, aber keinesfalls zu ignorieren sind. Erziehung ist eine lebenslange und wichtige Aufgabe, der sich jeder Mensch in seinem Leben irgendwann stellen muss. Das Fach besitzt einen vielseitigen Charakter, da auch viele andere wissenschaftlichen Disziplinen in der Erziehungswissenschaft gebündelt werden, z.B. Biologie, Psychologie, Soziologie oder Anthropologie. Neben dem Erziehungsgeschehen kommen Themen wie Lernen, Identitätsfindung, Entwicklung(-sstörungen), pädagogische Arbeitsfelder oder historische Pädagogik zur Sprache.

Als Fach der gymnasialen Oberstufe nimmt die Wissenschaftspropädeutik einen hohen Stellenwert ein, d.h. es wird der Frage nachgegangen, wie theoretische Wissenschaft und Erziehungspraxis zusammenspielen und welche ethischen Fragen entstehen.

 

Soll ich Pädagogik wählen? Zitate und Vorurteile.



Wir haben die Schülerinnen und Schüler unserer Kurse gefragt, was sie am Pädagogik -Unterricht besonders schätzen…

 

Pädaunterricht fördert die sozialen Kompetenzen und man lernt viel über die Gründe für Verhaltensweisen von Menschen. Das macht Spaß!“

Warum handelt ein Mensch wie er handelt? Was bewegt ihn zu einem bestimmten Verhalten? Pädagogik-Unterricht beantwortet das.“

Man lernt eine Menge Pädagogen und ihre Theorien kennen, die wirklich interessant und hilfreich für das praktische Leben sind.“

Ich würde Päda wieder wählen, weil es kein Hausfrauen-Fach ist – wie erziehe ich mein Kind, sondern viele interessante (psychologische) Hintergründe erklärt werden.“

 

Dazu ein paar weit verbreitete Vorurteile und unsere Antworten darauf:

 

Pädagogik ist ein Laberfach“

In der Tat, in Pädagogik wird viel kommuniziert. Wir reden aber nicht einfach nur über „Dies und Das“ und das Leben an sich... Wichtig ist, dass Ihr lernt, unter zu Hilfenahme der Wissenschaft, Euer Leben, Denken und Handeln zu reflektieren.

 

Pädagogik ist nur was für Mädchen.“

Jungen sind anders, Mädchen auch. Liebe Jungs, Erziehung liegt irgendwann auch in Eurer Hand! Erziehung ist etwas für Mama UND Papa. Auch Ihr werdet eure Kinder aufwachsen sehen und tragt die Verantwortung, ihnen Geborgenheit und Liebe zu geben. Und man beschäftigt sich intensiv mit den Fragen der Identitätsentwicklung – das geht alle an.

 

Pädagogik brauch ich doch jetzt noch nicht, ich habe keine Kinder. Und ich will vielleicht auch keine.“

Im Pädagogik-Unterricht lernt ihr nicht NUR Dinge über Kinder. Ihr lernt, wie die Gesellschaft funktioniert, wie sich Eure Identität entwickelt, wie Ihr möglichst ohne Krise Euer Leben gestalten könnt. Noch habt Ihr keine Kinder, aber viele von Euch werden später Kinder haben und durch den Pädagogik-Unterricht werdet Ihr ein Stück weit gewappnet sein.

 

Pädagogik ist einfach, das verschafft mir die nötigen Punkte im Abitur.“ oder auch

Wer nichts kann, kann Pädagogik“

Auf pädagogische Fragen gibt es keine einfachen Antworten. Deshalb ist der Unterricht komplex, anspruchsvoll und multiperspektivisch. Man lernt wissenschaftliche Theorien verschiedener Disziplinen kennen, die auf pädagogische Alltagssituationen angewendet werden sollen. Ihr werdet außerdem sehr viel über und für Euer Leben leben. Kommunikation im Unterricht ist dabei genauso wichtig wie die Fähigkeit, sich in Klausuren und schriftlichen Hausaufgaben sprachlich gewandt ausdrücken zu können.

 

 

Also:

Pädagogik ist das richtige Fach für Dich, wenn…

Du an Menschen interessiert bist und sie in ihrem Handeln verstehen möchtest.

Du Dich der Meinung anschließt, dass Pädagogik uns alle angeht (auch Jungs!).

Du wissen möchtest, wie man lernt und wie man sich das eigene Lernen erleichtern kann.

Du erfahren möchtest, wie sich gesellschaftliche Veränderungen auf Familien, Kinder und Jugendliche auswirken.

Dich die Entwicklung von Kindern sowie die damit verbundenen Aufgaben der Eltern und Erzieher interessieren.

Du herausfinden möchtest, wie die vielfältigen Probleme Jugendlicher entstehen und wie man sie vermeiden bzw. wie man Betroffenen helfen kann.

Du pädagogische Einrichtungen kennenlernen möchtest.

Du Interesse daran hast, wie Erkenntnisse aus Psychologie und Soziologie in pädagogisches Handeln umgesetzt werden können.

Du lernen möchtest, gesellschaftlich und menschlich kompetent zu handeln.

 

 

Welche Perspektiven bietet das Fach Pädagogik?

Innerhalb der inhaltlichen Themenfelder fördert der Pädagogikunterricht die Sachkompetenz, Urteilskompetenz, Methodenkompetenz und Handlungskompetenz auf verschiedenen Ebenen. Damit werden die Erkenntnisse, welche aus dem Unterricht erwachsen, für das weitere Leben nutzbar gemacht:

Lebensentscheidungen können bewusster getroffen werden.

schwierige Entwicklungsaufgaben können bewältigt werden.

eigenes Handeln kann reflektiert werden.

das Zusammenspiel mit der sozialen Umwelt kann bewusster wahrgenommen werden.

die Mündigkeit in gesellschaftlicher Verantwortung wird vorangetrieben.

eine Kommunikations- und Beratungskompetenz wird entwickelt.

der Umgang mit sich selbst (Selbstbild) wird verbessert.

 

Und außerdem bekommt man durch die Inhalte des Faches Anregungen dazu, ob hier eigene Interessen liegen könnten und man später einmal in einem pädagogischen Berufsfeld mitwirken möchte.

 

Wir freuen uns, Euch demnächst im Unterricht begrüßen zu dürfen.

Eure Fachschaft Pädagogik:

Yvonne Balters

Rene Teige

Hans Leers- Fischer

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